Ace Spacedeck 294

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Die 12 Zoll AceVersion des Spacedecks.
Durch den grossen, schweren Teller erreichen wir mit viel Schwungmasse im äußeren Bereich eine Laufruhe, die ansonsten erst bei deutlich teureren Laufwerken ähnlicher Bauart erreicht werden kann.

AceSpace bedeutet hier darüber hinaus eine aufwändigere Bauweise des Lagers, der Tonarmbasis und des Motorfußes. Fast doppelt so schwere Teile mit höherer Dämpfung wie beim normalen Spacedeck.

Alle Liebhaber schwererer Systeme haben mit dem AceSpace 294 und einem geeigneten 12 Zollarm eine neue, grossartige Möglichkeit ihre Platten in ganz besonderer Qualität zu geniessen.

Der ebenfalls neue Tonarm AceSpace 294 paßt natürlich hervorragend auf das Laufwerk. Ergänzt die speziellen Qualitäten perfekt.
Aber selbstverständlich ist der Arm auch für andere Laufwerke, auch anderer Marken geeignet. Schwere sowie mittelschwere Tonabnehmer fühlen sich wohl in dem Tonarm.

Ein Laufwerk, das Sie vergessen lässt, dass es sich ja eigentlich nur um eine Aufnahme handelt.

Kein Kopfzerbrechen mehr über die ideale Stellfläche, eine Basis aus HDF wird für eine stimmige Tonalität gleich mitgeliefert.

FAZIT:
Für die Liebhaber des satten, druckvollen und trotzdem nottinghamtypisch dynamisch und hoch aufgelösten Klangs. Die Musik fließt und sobald gefordert, wird der Hörer mit satten Impulsen verwöhnt.

Test ( Auszüge ) in IMAGE HIFI 1/2008
von Cai Brockmann

Nottingham Analogue AceSpacedeck 294 mit AceSpacearm 294
Ein großer Plattenspieler, mindestens im doppelten Wortsinn.
... manche surfen mit Acryl, Chrom und Glanzparaden schnittiger auf der Designwelle, und bei etlichen Kandidaten werde ich den Verdacht einfach nicht los, dass der Hauptschwerpunkt ganz und gar bei der Optik zu finden ist. Genau das aber - Optik, Show, Glitterglanz - ist den Leuten bei Nottingham Analogue completely schnurz. Bei Nottingham Analogue zählt nur eines: die klangliche Performance. Also das, was die High Fidelity im Herzen ausmacht. Alles andere muß sich dieser Prämisse unterordnen. Kein Schickimicki, kein Trend des Jahres, keine Hochglanzpolituren für repräsentative Zwecke. Punkt.
Tom Fletcher, der Chef und kreative Kopf von Nottingham Analogue, hat zu all dem eine dezidierte Meinung. Von ihm hört man kluge Sätze wie "We want music, not hi-fi!" oder "Wenn du das beste Produkt machst, aber nur ein einziges davon verkaufst, dann kannst du stolz darauf sein, das beste gemacht zu haben!". Das vereint Überzeugungstätertum und oplymisches Ethos in bewundernswerter Weise und verrät eine bedingungslose Liebe zur Musik, trägt aber noch lange keine Familie.
Grau mag alle Theorie sein - die Praxis sieht glücklicherweise bunter aus. Denn Nottingham Analogue existiert bereits seit 1972. Und verkauft keineswegs homöopathische Stückzahlen: Das Modell Spacedeck zum Beispiel kümmert sich bereits bei über 10 000 Schallplattenliebhabern um die kostbare Vinylsammlung. Und ganz ehrlich: Ich kann mir partout nicht vorstellen, dass sich jemand einen NA Spacedeck zu Dekozwecken ins Wohnzimmer stellt. Da hält die Konkurrenz Schickeres bereit. Billigeres sowieso. Ein Plattenspieler von Nottingham Analogue "passiert" nicht einfach, für einen Nottingham Analogue entscheidet man sich ganz bewusst.
Trotz des durchaus bemerkenswerten Erfolgs seiner Firma denkt Tom Fletcher, der weise NA-Häuptling, ab und zu über weitere Variationen des produktportfolios nach. Das Nachdenken kann mitunter ein bisschen dauern. Und bis aus diversen Skizzen ein paar durchsetzungsfähige Prototypen werden, die sich nur im besten Fall bis zur Serienreife mausern, dauert es noch viel, viel länger. Was ein bisschen erstaunt, denn Nottingham Analogue verfügt über sämtliche Präzisionsmaschinen zur Plattenspielerfertigung vor Ort; die Fertigungstiefe der bestens bestückten Nischenfirma erreicht annähernd 100 Prozent. Und Handarbeit ist tatsächlich überall gefragt.                                                           ...
Schauen wir uns also kurz den 11,575 Zoll Tonarm an. Er sieht den kürzeren Versionen ähnlich ...In der Tat hat Nottingham nicht einfach das Armrohr auf die gewünschte Länge gebracht und ansonsten alles beim Alten gelassen - das wäre zu schön, zudem auch deutlich preisgünstiger gewesen. Nein, praktisch jedes Detail wurde präzise auf die veränderten gegebenheiten abgestimmt. Die wichtigste Einzelanpassung geschah dennoch beim Armrohr. Bei NA folgt die verwendete Carbonfaser der "Armrichtung", wird also nicht als Umwicklung benutzt, während ein zweites, inneres Armrohr sowohl die Struktur versteift als auch für eine deutlich verbesserte Resonanzkontrolle sorgt - onehin eines der zentralen Themen bei Nottingham Analogue. Aus Angst vor Resonanzen ( und einseitiger Belastung ) gibt es auch zum Beispiel keinen Fingerlift am gerade ausgerichteten Headshell. Dieses wiegt übrigens rund 60% weniger als das bisherige, und auch das geniale, minimal "gestützte" Einpunktlager ist der belastung angepasst. Ein äußerst vielversprechender Rundumschlag, technisch wie klanglich (sonst hätte NA den Arm sowieso nicht gebracht).

Konsequenterweise wurde auch das korrespondierende Laufwerk, das AceSpacedeck 294, entsprechend aufgepäppelt. Selbstverständlich folgt Nottingham Analogue auch bei der 294er- Version jahrzehntelang erprobten Idealen: kein Subchassis. kein Gehäuse, vielmehr eine Massekonstruktion, im konkreten Fall rund 27 kg schwer. Gehörigen Anteil am Gesamtgewicht haben die serienmäßig mitgelieferte Stellflächenbasis aus HDF ( High Density Fibre, die feinere Variante von MDF ) und die Basisplatte für Lager und "Ausleger aus dem gleichen Material. Doch als richtig dicker Brummer darf der überdimensonierte Plattenteller gelten. Sein Durchmesser von gut 35cm bedeutet nicht nur einfach XL-Format, sondern in erster Linie eine vorteilhafte Verteilung der bewegten Masse, nämlich zum Tellerrand hin. Das erhöht nochmals die bekannte Laufruhe des AceSpacedecks. Auch der Motor für den 294 entspricht voll und ganz der bewährten NA-Philosophie: Laut NA ist der beste Motor für einen idealen Plattenspieler überhaupt kein Motor. Doch weil selbst in England das Perpetuum Mobile noch immer nicht erfunden ist, sollte der unvermeidliche Antrieb wenigstens so schwach wie irgend möglich ausfallen, Motto: kleinste Leistung, kleinstes Störpotential.
...
Dann senkt sich die Nadel in die erste Rille der ersten Schallplatte: Rumours von Fleetwood Mac. Eine gute klassische Popscheibe von 1977, aber bestimmt keine Sensation. Doch schon mit den ersten Tönen wird es völlig klar: Ein Nottingham Analogue wird wegen seines Klangvermögens gekauft! ...Hier spielt die Musik. Und wie! Der AceSpacedeck 294 reißt mit, versetzt die richtigen Körperteile direkt in Schwingungen. Instrumente und Stimmen, selbst stark verfremdete, besitzen über den großen Engländer eine völlig selbstverständliche Sicherheit, Schönheit und Selbstverständlichkeit, als ob es nur so und keinesfalls anders sein könnte. Jawohl, der AceSpacedeck 294 hat mich schon jetzt, kaum eine Plattenseite ernsthaft in Betrieb, unmittelbar am Hacken. Es läßt mich einfach nicht los, wie kraftvoll und homogen selbst mittelmäßige Produktionen erklingen, ohne das auch nur eine Spur Übertreibung zu entdecken ist. Und von wegen, Einpunktlager-Arme klängen prinzipbedingt eher ätherisch als erdverbunden: Der 294er-Arm verwöhnt mit richtig stabilem, aber nicht aufgedicktem, sondern konturiertem, bestens integriertem Bass. Auch stellt er die Kraft- und Farbverhältnisse innerhalb des gesamten Frequenzbandes absolut glaubhaft dar, und sein dynamisches Vermögen ist ohnehin eine Wucht. Räumliche Verhältnisse weiß er präzise zu beschreiben, einzelne Stimmen sind fein umrissen und größenrichtig in einem großen Raum zu verorten. ...

Wo in der Regel penible Feinarbeit nötig ist, um einen Plattenspieler in einen mitreißenden Musiktransporter zu verwandeln, da kommt der freche Nottingham einfach von der anderen Seite ( von oben? ) und dreht klanglich nicht nur dem Well Tempered, sondern auch allen Schönlingen und Zauderern eine ziemlich lange Nase. Allem Anschein nach muß man einen NA grundsätzlich nie zu einer guten musikalischen Performance auffordern, denn nur dafür scheint er gebaut zu sein. Somit reiht sich der 294 nahtlos ins hauseigene Programm ein, lugt möglicherweise noch durch ein Quäntchen systemimmanente Großartigkeit und mit bemerkenswerter Souveränität heraus.Und als ich nach den Tagen der Abwesenheit dem 294er-Teller wieder einen Initialschubs gebe, ist der Nottingham sofort wieder in Form. Keine Aufwärmübung nötig. Auch das kenne ich durchaus anders...

Mich beschleicht das Gefühl, in der Heimat Robin Hoods sitzen jetzt zwei Handvoll Analog-Enthusiasten und freuen sich mit mir. Weil wieder eine ihrer handgefertigten Maschinen ihren Zweck erfüllt - mit Bravour, nicht mit Glitter.

Vielleicht sollte ich dem Team von Nottingham Analogue zum grandiosen 294 gratulieren. Handschriftlich und per Post - wie den sonst? In dem Brief stünde dann ungefähr: Congratulations, ladies and gentlemen, I´m deeply impressed. Your AceSpace 294 definitely is a Schnäppchen!

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Technische Daten

Maße B x H x T (incl. Tonarm): 580 mm x 210 mm x 400 mm

Lieferumfang:
-Spacemat - Auflage
-Acrylstaubschutz
-HDF - Basisplatte

Gewicht: 27 kg

Spacedeck Heavy Duty Upgradekit

Kann mit dem HeavyDutyKit aufgewertet werden. Eine zweite Tonarmbasis ist auf Wunsch montierbar.

Hier beispielhaft der EnVogue Spacedeck fotografiert.

Unsere günstigen Paketpreise finden Sie unter PREISE

Der Sandwich-Aufbau:
-HDF-Stellfläche
-höhenverstellbare Aluminiumbasen
-HDF-Chassis mit eingelassenem Bronzelager
-bedämpfter Aluminiumteller samt Laufwerkachse
-getrennter Motor.

Spacedeck Heavy-Duty Upgradekit
Bringen Sie Ihren Spacedeck 294 einen gewaltigen Schritt weiter. Nicht nur optisch, vor allem klanglich.

Schritt 1: Man nehme die Spacemat vom Plattenteller und setze den neuen Adapter auf die Laufwerksachse.

Schritt 2: Jetzt die Graphitauflage aufsetzen und mit dem Bedämpfungsriemen versehen.

Schritt 3: Gleichen Sie nun die Höhendifferenz durch den mitgelieferten Adapter bei Motor und Tonarmbasis aus. ... Fertig! 

Das Resultat kann sich "nicht nur sehen" lassen:
Hat man sich an der noch massiveren Optik sattgesehen - offenbart sich ein Höchstmaß an Souveränität: Der Bass noch konturierter, eine klare Steigerung in jeder erdenklichen Form...
Insgesamt wirkt das Laufwerk kraftvoller, der Klang noch geschlossener.

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