Action40Virtus|Action100

tl_files/envogue-24/logo_synthesis.jpg

Pentoden- Vollverstärker
mit Fernbedienung und D/A-Wandler

Das Schwergewicht
Die neue Action Serie, im üblichen, größeren Format als die kleineren Synthesis-Verstärker kommt mit bis zu 40 kg Lebendgewicht sehr selbstbewusst daher. Nicht nur die äußerliche Präsenz - Harley-Fahrer werden sie lieben - sondern natürlich die klangliche Qualität übertreffen die bisher angebotenen Synthesisverstärker um ein Vielfaches. Und verstecken braucht sich ein Shine z.Bp. ganz bestimmt nicht. In unseren ausführlichen Tests hat der Action sich auf einem bisher in dieser Preisklasse nicht gekannten Niveau geschlagen. Erwarten Sie viel - Sie werden nicht enttäuscht.

Ausstattung:
Den Komfort via Fernbedienung (Standy, Volume, Mute) müssen wir hier sicher nicht näher beschreiben. Anschlußmöglichkeiten wie üblich und mehr. Über Chinch oder USB schließen Sie Ihr CD-Gerät, Ihren IPod oder Computer direkt an. Der eingebaute Wandler sorgt für ein perfektes 24 Bit/192 KHz Signal.

Handling:
Anschließen - Musik genießen. Kleine Empfehlung: Falls Sie am folgenden Morgen früh raus müssen, stellen Sie sich lieber einen Wecker auf 2:00 Uhr. Sie würden sonst die Zeit vergessen.

Hervorragende Röhrenbestückung

Der Test vom Action 100T von Stefan Schickedanz in der aktuellen Audio 5/2013 bestätigt unsere Einschätzung

tl_files/envogue-24/Action_A100T_Audio-1.jpg

Foto anklicken.

 

Und hier Auszüge aus dem Test vom Action 100T von Cai Brockmann in der Fidelity

Gebt mit ein "A" wie ACTION!
...der stramme Röhrenbursche mit seinen Powerreserven lädt halt immer mal wieder zum Laut- und Lauterhören ein. Und ich folge gern. Mit diesere Feststellung sind wir auch schon mitten drin im Vergnügen: mit ziemlich unerschrockenen 100 Watt pro Kanal. Zwomal 100 Röhrenwatt, bitteschön, was durchaus einen Unterschied macht. Denn die gefühlte Leistung eines guten Röhrenamps liegt in der highfidelen Praxis fast immer höher, als ein nüchternes Datenblatt vermuten läßt. Vor allem im Vergleich zu einem nominell gleich starken Transistor-Kollegen wird die Röhre sehr häufig als stärker und voluminöser wahrgenommen...
Damit hier keinesfalls der Eindruck entsteht, der 40 Kilo schwere Synthesis A100T könne nur laut und mächtig auf den Putz hauen, lassen wir doch einfach ein paar ausgesprochene Schöngeister und Leisetreter zu Wort kommen.
Bevor gleich alle Plätze im Auditorium eingenommen sind und das Orchester fertig gestimmt hat, möchte ich Sie noch kurz auf zwei spezielle Anschlußbuchsen auf der Rückseite des stattlichen - mit über 50cm auch stattlich tiefen - Amps aufmerksam machen. Sie sind mit "Digital In" beschriftet. Eine davon ist gar eine USB-Buchse, wie man sie von PC oder DigiCam kennt. Ja, hat der Synthesis denn etwa ... ja, hat er: Der klassisch "old school" - mäßig auftretende A100T hat serienmäßig einen D/A Wandler an Bord.  Ein integrierter DAC ist nix verwerfliches. Wenn der eingebaute Wandlertrakt gut genug ist, kann er ein willkommener Klangverbesserer sein, etwa für betagte CD-Player, aber auch für andere digitale Zuspieler, die ein Bißchen schwach auf der Klangbrust sind. Der Action A100T empfängt digitale PCM-Signale - via USB mit 16bit/48kHz, SPDIF-Zuspieler mit maximal 24/192 - und wandelt sie mit zwei Wolfson WM7840 in Doppelmono-Konfiguration in die analoge Welt. Oh, ich sehe, es geht wohl gleich los auf der Bühne. Dann will ich den Digital-Talk mal schnell abkürzen: Der integrierte DAC klingt tatsächlich sehr, sehr gut und hilft etwa meinem kleinen, treuen, aber etwas in die Jahre gekommenen Marantz-CD-Player ordentlich auf die Sprünge. Auch als gewichtige Soundkarte für den Laptop ist der Synthesis-DAC ein höchst willkommenes Upgrade. Er paßt zum Klangcharakter des Amps.
Es soll ja Leute geben, die prinzipiell alle Röhrenverstärker über einen Kamm scheren und als alte, veraltete Technik ablehnen. Finden die eigentlich auch, dass alle Rotweine gleich schmecken? Oder das eine Fender Telecaster ganz genau so klingt wie eine Gibson Les Paul, übrigens auch völlig egal, über welchen Gitarrenverstärker gespielt? Ehrlich, diese Leute tun mir leid. Okay, prinzipbedingt sind die Unterschiede in Klang und Performance bei Röhrenverstärkern deutlicher ausgeprägt als bei den Transistor- und Digitalkollegen. Das macht die Sache doch erst richtig spannend. Welches Röhrendesign passt zu welchem Hörcharakter? Und zu welchem Lautsprecher? Ich persönlich zum Beispiel finde, dass gewisse Kleinleistungsröhren - an den richtigen Schallwandlern, wohlgemerkt - mit geradezu unwiderstehlichem Charme und sirenenartiger Eleganz verführen können. Auf Dauer jedoch wirken "die süßen Kleinen" auf mich wie das große Frischobst-Büffet zur Sonntagsmatinee: superlecker, aber zum Sattwerden zu leicht. Wie schön, dass am anderen Ende der Riesen-Röhrenspielwiese schon Gulaschkanone und Grillrost warten. In diesem deutlich handfesteren, aber mindestens ebenso köstlichen Umfeld würde ich den Synthesis A100T verorten. Und ich mich selbst auch. Ich bin gespannt: Nach Grillkartoffeln, Zucchini und Frühlingszwiebeln hat mir der Amp reichlich Musik versprochen...
...Der Synthesis kümmert sich zart und verständnisvoll um das musikalische Geschehen, klingt fast schon überraschend fein und klangfarbenstark: keine Spur von Krafttraining. So schafft er es zum Beispiel mühelos, die beiden sich lustvoll in Dissonanzen aneinander reibenden Stimmen sauber zu trennen und doch ins Ganze einzubinden - er ist ganz Gentleman und musikalischer Integrator.          ... und der Verstärker begeistert mich mit klar fukossierter Detailfreude. Mayers Solo-Oboe wird vom raumfüllenden Orchester umrahmt und unterstützt, was derA100T mit sauberer, dreidimensionaler Darstellung spielerisch leicht zu vermitteln weiß. Die akustische Raumausleuchtung ist vorzüglich, Sybilanten werden sauber, deutlich und ohne Artefakte transportiert. Orchester und Solist sind vollständig von den Lautsprechern abgelöst, stehen greifbar im Raum. So soll es sein. Eine Extraportion Schönklingertum suche ich vergeblich; der A1ooT ist eine ehrliche, zuverlässige Haut. Euphonie? Fehlanzeige.
... locker gespielter Fretless-E-Bass ... Traumwandlerisch sicher stellt der Synthesis den Wechsel Kumalos zwischen rhythmisch knurrendem Grunddruck, fantastisch melodischen Einsprengseln und funky Slap-Passagen in den Raum. Felsenfestund doch extrem beweglich groovt es wie die Feuerwehr. Da muß ich doch einfach noch ein bißchen lauter machen und trage den Sound von Bakiti Kumalo noch ein bisschen weiter in die Welt hinaus ... aaah, herrlich!
Haben Sie´s gemerkt? Jetzt hat er mich wieder, der starke Italiener!
... Für ein paar Stunden versinke ich in der Musik, um den langen Abend mit Chet Bakers Candy zu beschließen, auf dem sich beispielsweise ein überaus glaubhaft wiedergegebener Kontrabass souverän gegen vernehmliche Lüftungsgeräusche durchsetzt.
( EV: damit meint der Autor Lüftungsgeräusche durchs geöffnete Zimmerfenster. Der Synthesis hat keinen Lüfter, ist absolut ruhig.)
Der Synthesis spielt aber derart sauber, dass ich vollkommen mühelos Musik und Geräusche voneinander zu trennen vermag. Superb! ... Da lasse ich noch mal schnell den "Action" von der Kette. Nur gut, dass die Familie verreist ist. Die italienischen Momente im Leben können nämlich sehr lange dauern. Also her mit dem neuen Joe-Bonamassa-Album! Da ist Rock´n´Roll drauf!
 

Die FIDELITY gibt den Importeuren / Herstellern Gelegenheit zu dem entsprechenden Bericht Stellung zu nehmen. Hier die Stellungnahme von EnVogue Audio:

Hallo Herr Brockmann, hallo an das ganze Fidelity-Team,

ich war schon sehr gespannt, wie der neue Synthesis Action 100 bei Ihnen ankommen wird.
Werde nie vergessen, wie mit dem ersten Gerät Luigi Lorenzon ( Chef und Entwickler Synthesis ) um 11.00 Uhr abends bei uns ankam. Nach 17 Std. Autofahrt aus Italien. Total aufgekratzt, was ich von seinem neuen Baby halten würde.
Wir hatten schon seit Monaten über die neue Wickel-Technik des Ausgangsübertragers diskutiert.
Also sofort angeschlossen und ...das war nicht das, was ich von Synthesis kannte. Kleine, preiswerte und sehr gut klingende Verstärker?
Nein, das war mehr!
Hier kam zu der sofort spürbaren Souveränität - klar, 100 Röhren-Watt - ebenfalls ein Maß an Sensibilität, Feeling und Ausdruck, das ich so von einem leistungsstarken Verstärker bisher nicht gehört hatte.
Drei Stunden weiter war ich immer noch hin und weg. Und Luigi wurde langsam müde. Na so was!?
Jetzt zum Bericht: natürlich habe ich mich sehr gefreut als ich ihn dann gelesen hatte. Das war ja genau das, was ich auch empfunden hatte. Power und Empfindsamkeit. Egal ob laut, sehr laut, leise oder sehr leise. Was will man mehr.
Zur Fernbedienung: Ihnen als aktiver Bässerrocker ( Bassist ) hätte die Anordnung der Buchsen nach Priorität doch eigentlich klar sein müssen. 1. lauter und dann erst leiser. Von wegen Linksverkehr...
Zu den Lüftungsgeräuschen: da war, denke ich,  das offene Fenster gemeint. Der Synthesis hat keinen Lüfter. Nur das das niemand falsch versteht. Oder so.
Also nochmal vielen Dank für den schönen Bericht - und da fällt mir tatsächlich doch noch ein Hinweis ein.
Neben dem Action 50 mit 6550 Röhren gibt es jetzt auch den Action 40 Virtus. Wie der 100er ebenfalls mit KT 66 bestückt. Der gleichen Wickel-Technik des Ausgangsübertragers, zwar mit weniger Leistung, aber der selben Art Klangqualität wie der 100er. Für 2 bzw. 1,5 TEuros weniger. Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

tl_files/envogue-24/action_l.jpg

Technische Daten

Röhren: 2 x ECC 83, 2 x 12BH7, 2 x KT88 / 4 x KT 66

Eingänge: 4 Hochpegel, 1 USB, 1 DGT

D/A-Wandler: PCM Stereo 32 - 192KHz Upsampling 192 KHz / 24 Bit Dual Mono 2 x Walfon WM8740

Ausgänge: 1 PreOut

Eingangsimpedanz: 50 Kohm

Ausgangsimpedanz: 6 ohm

Frequenzband: 20 Hz - 20 KHz +- 0,5dB

Ausgangsleistung: 50 / 100 Watt

Konfiguration: Pentode

Maße B x H x T: 420 mm x 260 mm x 450 mm

Fernbedienung: Infrarot

Gewicht: 35 / 40 kg